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Abschied von Bernhard Horch

by Carsten Senger last modified 2007-08-21 14:15

am 17. Februar diesen Jahres ist Bernhard Horch nach langer Krankheit verstorben. Bernd war eines der Gründungsmitglieder der BAG-SHI und über viele Jahre im Vorstand für die Finanzen zuständig. Er war derjenige, der uns immer am Empfang unserer Treffen begrüßte und uns gegebenenfalls auch nett daran erinnerte, dass wir noch unseren TeilnehmerInnenbeitrag bezahlen müssten und er war derjenige, der uns an der Nasenspitze ansah (und dies auch noch nachfragte!), wenn irgend etwas nicht in Ordnung war. Er war derjenige, der die BAG-SHI anno 1991 mit ins Leben gerufen hat und der uns immer wieder ins Gedächtnis rief, dass der Kampf um politische Inhalte zwar notwendig, aber doch nicht alles sein darf: Bernd war es immer wichtig, die einzelnen Menschen nicht zu vergessen und diese nicht nur als politische Objekte, sondern als Individuen in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen. Es war ihm wichtig, auch die persönliche und subjektive Ebene nie aus dem Gesichtsfeld zu verlieren und auch die Menschen nicht zu vergessen und mitzunehmen, die eher zurückhaltend oder ‚leise’ sind. So nahm er sich auch gerne auf seine ganz spezifische, hessisch-humorvolle Art den Neumitgliedern an und führte sie an uns heran (Zitat: „Sie da mit den Ketten, sie setzen sich jetzt mal neben mich, sie kennen hier ja noch niemanden!!!“), er vertrat die Ansicht, dass niemand nirgendwo am Rande stehen dürfe und alle Menschen dass Recht haben, in ihrer Vielschichtigkeit beachtet und ernst genommen zu werden. 

Bernd hat mehr gemacht, als nur unser Boot durch die vielfältigsten Finanzierungskrisen zu steuern (wegen fehlender Bewilligungen, oder irgendwelchen anderen Verzögerungen in der Auszahlung) und mit Händen, Füßen und Telefonhörer für den Lebensunterhalt unserer Angestellten wie auch den Unterhalt für die BAG-SHI zu kämpfen, er hat mit seiner humorvollen Art die BAG-SHI mitgestaltet und geprägt. 

Durch seine ehrenamtliche Arbeit ermöglichte er es, die BAG-SHI als gemeinnützigen Verein zu verankern und auch gegenüber den verschiedenen Ministerien (deren Zuschnitte sich immer wieder änderten), die unsere Arbeit absichern, als glaubhafte und förderungswürdige Interessensvertretung Betroffener zu verankern. 

Auch im privaten Bereich war er sehr engagiert, er kannte und half vielen Menschen, ohne dies an die berühmte große Glocke zu hängen, sondern ganz einfach durch sich und seine Art. Bernd gründete in seiner Heimatgemeinde Raunheim einen Sozialhilfeverein, er war in der Kommunalpolitik aktiv, kandidierte als Bürgermeisterkandidat und war für sein selbstloses und uneigennütziges soziales Engagement in seiner Heimatkommune zwar sehr geehrt, sicherlich aber nicht unbedingt von allen gemocht. Er war liebevoll, konnte aber auch sehr energisch werden und hat, trotz immer größer werdender gesundheitlicher Probleme, sein Engagement für die BAG-SHI (leider) auch über die eigene Gesundheit und die eigenen Probleme gestellt. Ohne ihn wäre die BAG-SHI nicht, was sie heute ist.
Wir werden Bernd nicht wiedersehen, aber  ich denke doch, dass wir seine Arbeit weiterführen können und werden. Ich hoffe, dass wir uns immer daran erinnern werden, dass unsere Arbeit sich letztendlich um die einzelnen Menschen drehen sollte, für die wir diese Welt verändern wollen und müssen. Ich denke, dass wäre in Bernds Sinne gewesen und ich hoffe dass wir es schaffen können, die sehr große Lücke, die sein Ableben in der BAG-SHI gerissen hat, langsam wieder zu füllen. 

Andreas Geiger (Mitglied seit 1998)

Wir trauern um Bernhard Horch

Heute gibt es eine traurige Nachricht. Bernd Horch ist am 17. Februar 2007 nach langjähriger, schwerer Krankheit verstorben. Wir verlieren mit ihm einen Menschen, der sich vielfältig und in vielen Stunden und Tagen in der BAG-SHI eingesetzt hat. Bernd war Gründungs- und lange Jahre Vorstandsmitglied und hat bis vor kurzem die Finanzen der BAG-SHI betreut, was nicht immer einfach war. Ich verliere mit Bernd einen guten Freund.

In diesen Stunden und Tagen sind wir in Gedanken bei seinem Lebensgefährten, dem wir für die nächste Zeit sehr viel Kraft wünschen, denn für die diejenigen, die zurück bleiben, ist es immer sehr schwer zu verstehen, warum ein so naher Angehöriger und Freund von uns gehen muss.

Die Beisetzung findet am 1. März um 15:30 Uhr in Raunheim statt.

Erika Biehn
Stellvertretende Vorsitzende


Wir werden sein Andenken in Ehren halten und nicht vergessen, wofür er eingetreten ist. In Trauer:
Gitta Barufke, Hinrich Garms, Andreas Geiger, Wolfram Otto (Vorstand)
Anne Ames, Carsten Senger (Geschäftsstelle)

 

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