Pressemitteilung: Treffen von Erwerbsloseninitiativen aus dem Bundesgebiet in Bingen: Kinderarmut und ‚Hartz IV’ im Mittelpunkt
Frankfurt, 28.11.2007: Das Thema „Kinderarmut und Hartz IV“ wird im Mittelpunkt des Treffens unabhängiger Erwerbslosen- und Sozialhilfeorganisationen vom 07.12. bis 09.12.2007 in Bingen am Rhein im Jugendgästehaus in der Herterstraße 51 stehen.
Auf dem Treffen diskutieren die Vertreterinnen und Vertreter der in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen e.V. (BAG-SHI) zusammengeschlossenen Initiativen aktuelle Probleme von Rechtsdurchsetzung und Leistungsgewährungspraxis der örtlichen ‚Job-Center’ und Arbeitsgemeinschaften (ARGEn).
„Im Mittelpunkt der Diskussionen wird, neben den zunehmenden Klagen
Betroffener über Amtsgerichte, die ‚Hartz IV’-Betroffenen die ihnen
zustehende Rechtsberatung verweigern, das Thema Kinderarmut und
Kinderregelsatz stehen.“ so Andreas Geiger, Vorsitzender der BAG-SHI.
„In einer Arbeitsgruppe wollen wir ein Positionspapier erarbeiten, um
Forderungen nach einem existenzsichernden, eigenständigen und die
soziokulturelle Teilhabe ermöglichenden Kinderregelsatz zu begründen.“,
so Andreas Geiger.
Das Bundestreffen der seit 1991 bestehenden bundesweiten
Interessenvertretung von und für Menschen im Sozialleistungsbezug,
steht (frei nach Erich Kästner) unter dem Motto „Morgen kommt der
Weihnachtsmann – allerdings nur nebenan“.
Nach Informationen der Bundesagentur für Arbeit sind derzeit
bundesweit 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche auf Leistungen nach dem
Sozialgesetzbuch II (‚Hartz IV)’ angewiesen und damit zu geringe
Absicherungsleistungen angewiesen.
Hinrich Garms
Geschäftsführer BAG-SHI e.V.