Aktuelle Nachrichten
Rechtsdurchsetzung aktuell - Nachrichten und Diskussionsbeiträge
17.12.2004
Regelung über die Nichtgewährung von Kindergeld in den Jahren 1994 und 1995 an Ausländer, die nur über eine Aufenthaltsbefugnis verfügten, war verfassungswidrig
Beschluss des Bundesverfassungsgericht (BVerfG 1 BvL 4/97 v.
06.07.2004, veröffentlicht am 10.12.2004)
Pressemitteilung Nr. 111/2004 vom 10. Dezember 2004 unter:
http://www.bverfg.de
(Die Pressemitteilung enthält einen Link zum Volltext des
Beschlusses)
31.12. ist Kindergeldtag - Kindergeld rückwirkend für vier Kalenderjahre
Ein Kommentar zum Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes vom
10.12.2004 (vgl. o.a. Pressemitteilung) von Georg Classen,
Flüchtlingsrat Berlin, Stand: 16.12.2004 unter:
http://www.fluechtlingsinfo-berlin.de/fr/arbeitshilfen/kindergeld.pdf
HINWEIS:
Diese Datei wird ständig aktualisiert. Sie ist - mit dem Urteil des
BVerfG, Merkblätter der Arbeitsagentur zum Kindergeld nach
internationalem Recht usw.
09.09.2004
Soziale Rechtsberatung – Anforderungen an eine Reform des Rechtsberatungsgesetzes
Mündliche Stellungnahme der BAG-SHI Vorsitzenden Erika Biehn auf
der Tagung des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge
am 09.09.2004 in Berlin.
- Stellungnahme der BAG-SHI als HTML-Datei
- Stellungnahme der BAG-SHI zu herunterladen als PDF-Datei (103 kb)
- Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Rechtsberatungsrechts zum herunterladen als PDF-Datei (470 kb)
22.07.2004
Blitzumfrage „Beteiligung freier Träger im Widerspruchsverfahren in Sozialhilfesachen vor dem Aus?“
Ein weiterer, kritischer Aspekt des SGB XII
24.05.2004
Initiative zur Förderung unabhängiger Sozialberatung
Die Einführung von ALG II ist eine grundlegende Verschlechterungen des Leistungsrechts und der Rechtsposition von Leistungsberechtigten. Die Etablierung einer wirksamen, niederschwelligen und unabhängigen Sozial- und Rechtsberatung für Leistungsbezieher erscheint aus diesem Grunde unerläßlich.
Tacheles e.V. hat in Kooperation mit der BAG-SHI die Debatte über die Verankerung eines Anspruchs auf unabhängige Rechtsberatung im Sozialgesetzbuch I angestoßen.
Gemeinsam mit VertreterInnen von Wohlfahrtsverbänden,
Gewerkschaften, Sozialverbänden, Kirchen und Betroffenenorganisationen,
mit JuristInnen, MitarbeiterInnen von Beratungsstellen und
PolitkerInnen soll eine Diskussion geführt werden, wie
Verbesserungsvorschläge aussehen müssen und wie sie umgesetzt werden
können. Im Rahmen dieser Debatte muss schließlich auch die
Öffentlichkeit erreicht und für die Problematik sensibilisiert werden,
damit der notwendige politische Druck für Nachbesserungen erzeugt
wird.
Den Diskussionsbeitrag als pdf-Download (109 kb)
28.02.2004
Vorsicht! Gerichtsgebühren in Sozialgerichtsverfahren geplant
Derzeit läuft eine Gesetzesinitiative des Landes Baden-Württemberg zur Einführung von Gebühren im Sozialgerichtsverfahren durch den Bundesrat. Diese Novelle soll zeitgleich mit der dem Arbeitslosengeld II eingeführt werden. Das bedeutet, dass eine gerichtliche Überprüfung von behördlichem Handeln immer schwieriger wird.
Die geplante Regelung würde den Betroffen Alg II-Leistungsberechtigten eine zentrale Möglichkeit nehmen, sich gegen rechtswidriges Handeln von Behörden zu wehren. Mit dieser Regelung würden grundlegende soziale und rechtsstaatliche Prinzipien weiter ausgehöhlt. Ein wirksamer Rechtsschutz gegen Behördenwillkür würde damit nur noch einkommensstarken Personen gewährt.
Die Einführung der Gerichtsgebühren ist auch vor dem Hintergrund, dass Widersprüche nach dem neuen § 39 SGB II keine aufschiebende Wirkung mehr haben sollen, eine besonders schwerer Angriff auf die Rechtsposition von Erwerbslosen und Menschen mit geringem Einkommen.
Es ist daher dringend nötig dieses Projekt bekannt zu machen und dagegen vorzugehen.
Weiteres Material unter:
http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2004/Sozialgerichtskosten.html